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Anstaltsfriedhof wird Kriegsgräberstätte

Erstellt von MF |

Die Bemühungen um die Anerkennung des Friedhofes der ehemaligen Landesanstalt Großschweidnitz als Kriegsgräberstätte waren erfolgreich.

 

Das Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz teilte am 22. November 2019 mit, dass der ehemalige Anstaltsfriedhof Großschweidnitz als Kriegsgräberstätte anerkannt wird.

Nur wenige ehemalige Anstaltsfriedhöfe, die zur letzten Ruhestätte zwischen 1939 und 1945 ermordeter Psychiatriepatienten wurden, sind bislang als Kriegsgräberstätten anerkannt. In Sachsen zum Beispiel der Elbhang unterhalb der ehemaligen "T4"-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein, wo die Asche der dort Ermordeten würdelos abgeschüttet wurde.

Vorausgegangen waren umfangreiche Recherchen, die schließlich eine Identifizierung der Opfer und die Erstellung einer Gräberliste ermöglichten. Diese konnte der Verein der Gemeinde Großschweidnitz übergeben, die als Eigentümerin den Antrag auf Anerkennung als Kriegsgräberstätte beim Land Sachsen stellte. Es folgten Überarbeitungen, Orstbegehungen mit den beteiligten Landes- und Bundesministerien, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und externen Gutachtern. Die Mühe hat sich gelohnt: der Anerkennung als Kriegsgräberstätte steht nichts mehr im Wege.

Die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde werden damit gewürdigt, die Erinnerung an sie und die in Großschweidnitz verübten Verbrechen wach gehalten. Nicht zuletzt ist mit der Anerkennung auch eine finanzielle Unterstützung beim Erhalt und der Pflege des Friedhofsgeländes verbunden.

Möglich wurde dies durch die engagierte Unterstützung des Sächsisches Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesgeschäftsstelle Sachsen.

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